Film/In Production

All the world’s a stage.

Große Neuigkeiten. GROSSE Neuigkeiten.

Gerade eben habe ich auf imdb.com einen Artikel über die Neuverfilmung von Anna Karenina gefunden, der Dinge offenbart, die ich mir gar nicht besser hätte wünschen können. Jetzt kann ich es ja sagen: So gut das klingt, der Cast, die Adaption eines Klassikers, Kostümfilm… so sehr war ich auch besorgt, dass Mr. Wright es sich auf seinen Lorbeeren womöglich etwas zu bequem gemacht hat. Natürlich hätte ich mich über einen weiteren Kostümfilm von Joe Wright kaum beschweren können, weil ich alles, was Joe Wright mit Kostümen und Keira Knightley macht, toll finde. Aber bei aller Freude wären wir dennoch Gefahr gelaufen zu erleben, wie er anfängt, sich zu wiederholen.

Diese Gefahr ist jetzt für’s erste gebannt. Einem Artikel des Empire Magazins zufolge wird sich diese Inszenierung dem vielverfilmten Roman von Leo Tolstoi aus einer anderen Richtung nähern. Frei nach dem Motto „All the world’s a stage“ hat Joe Wright die Handlung an einen einzigen Ort verlegt, ein Theater nämlich, das einzig für diesen Zweck in den Shepperton Studios in London errichtet wurde. Der russische Adel, so Wright, führe sein Leben wie auf einer Bühne, alles sei Inszenierung. Die Künstlichkeit der Figuren, ihr Gefangensein in einem Netz aus Regeln und Konvention, ihr innerer Kampf vom Wunsch nach Freiheit gegen die Makellosigkeit des äußeren Scheins – hätte man einen besseren Weg finden können, diese Kernthemen von Tolstois Roman auf die Leinwand zu übersetzen?

Wie wir uns das später im Film vorstellen müssen, bleibt geheimnisvoll. Anscheinend müssen wir nicht auf so essentielle Dinge wie die Eisbahn, Dampflokomotiven und russische Landschaften verzichten, gleichzeitig wird angedeutet, dass die Visualisierung von Annas schwindendem Verstand auch vor Anachronismen nicht haltmachen wird. Bei jedem anderen Regisseur würde ich mir Sorgen machen. Nicht so bei Joe Wright. Ich kann es kaum erwarten zu sehen, wie er einmal mehr die Grenzen des filmisch Machbaren auslotet und ich habe vollstes Vertrauen in ihn, dass dabei nichts anderes herauskommen wird als pure, künstlerisch anspruchsvolle Perfektion.

Was soll ich noch sagen? Ich fühle mich wie ein Hund, dem man mit einem Würstchen vor der Nase herumwedelt. Erscheinungsdatum ist vorläufig der 7. September in London, wann wir in Deutschland das Vergnügen haben werden, steht noch in den Sternen. Vorfreude und Erwartungen, so viel kann ich jetzt schon sagen, sind groß. Hoffen wir, dass sie nicht enttäuscht werden.

 

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