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A BAFTA nominees appreciation post.

Lasst uns einen Moment innehalten und uns still darüber freuen, dass sowohl Martin Freeman als auch Benedict Cumberbatch als auch Andrew Scott heute eine TV-BAFTA-Nominierung für ihre herausragenden Leistungen in Sherlock erhalten haben. Das entspricht ungefähr einer Nominierung für den Deutschen Fernsehpreis, mit dem Unterschied, dass gute Fernsehproduktionen in Großbritannien keine Ausnahmen darstellen und die Konkurrenz deshalb umso härter ist.

Lasst uns den Umstand ignorieren, dass Sherlock als Serie, und damit auch die herausragende Leistung der Autoren und der Regie, schändlichst vernachlässigt wurde. Lasst uns außerdem nicht darüber nachdenken, dass Martin Freeman und Andrew Scott in der gleichen Kategorie nominiert wurden, was bei der Verleihung zu gespaltenen Lagern führen wird. Wie es ein anonymer Nutzer auf tumblr leicht überspitzt aber dennoch treffend formulierte: Neither can live while the other survives.

Es gibt eigentlich keinen besonderen Grund, warum ich diesen Artikel schreibe, außer, dass ich uns mal wieder die unerreichte Genialität dieser wunderbaren Serie ins kollektive Gedächtnis rufen möchte – und weil sie erst im Januar 2013 damit beginnen werden, die neue Staffel zu filmen, ist mir dazu jede noch so geringfügige Neuigkeit Anlass genug.

Martin Freeman hat schon einen BAFTA für John Watson gewonnen und obwohl er sich in der letzten Staffel derart selbst übertroffen hat, dass er eigentlich noch einen zweiten gewinnen müsste, werde ich Andrew Scott für seinen Jim Moriarty die Daumen drücken. Ich hätte nicht gedacht, dass es einmal so weit kommen würde. Lange hielt ich Moriarty als Bösewicht für überbewertet. Seinen Wahnsinn fand ich übertrieben, seine Boshaftigkeit wurde durch nichts erklärt und wirkte auf mich deshalb platt. Das war, bevor er im Staffelfinale seinen großen Auftritt als Richard Brook hinlegte. Für die, die mit der Materie nicht vertraut sind: Schauspieler Andrew Scott in der Rolle des kriminellen Superhirns Jim Moriarty in der Rolle des Schauspielers Richard Brook. Klingt nach Inception, ist aber eine darstellerische Glanzleistung. Ich kann mir immer noch keine Interviews mit Andrew Scott ansehen ohne zu denken: „Ja, Moriarty, tu nicht so, ich habe dich längst durchschaut…“

Wer bisher noch keine Gelegenheit hatte, mit John und Sherlock in ein düsteres London einzutauchen, dem seien die drei Folgen der zweiten Staffel wärmstens ans Herz gelegt, die die ARD am Pfingstwochenende ausstrahlen wird. Ich werde auf jeden Fall einschalten, auch wenn ich das englische Original bereits auswendig kenne, denn die deutschen Synchronisierungen sind (und ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich das von irgendeiner Synchronisierung mal sagen würde) durchaus hörenswert.

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2 Kommentare zu “A BAFTA nominees appreciation post.

  1. Ich hoffe Ben gewinnt den BAFTA 😉

    Ich freue mich auch endlich die 2. Staffel auf Deutsch zu hören , e n d l i c h !
    Habe die Folgen ja auch schon gesehen bzw. immer wieder ^^ Sherlock ist einfach eine geniale Serie und für mich die BESTE seit langem im TV !

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