Film/Serie

Programmtipp, die Zweite.

Für diejenigen, die meinem letzten Programmtipp gefolgt sind und Spaß daran hatten, für all jene, die glauben, dass es im deutschen Fernsehen keine anspruchsvollen, qualitativ hochwertigen Sendungen mehr gibt sowie generell für alle Krimifreunde: hier ein kleiner Hinweis auf das heutige Abendprogramm der ARD.

20:15 Tatort – Nie wieder frei sein.

Laut Tatort-Fundus der beste Tatort aller Zeiten. Dem kann ich mich nur anschließen. Nie wieder frei sein ist eher tatortuntypisch erzählt, dafür spannend wie sonstwas, innovativ und sehr, sehr beeindruckend. Die Geschichte, die da erzählt wird, lässt einen so schnell nicht wieder los. Zu Recht mit dem Grimme-Preis und verschiedenen Auszeichnungen für die Hauptdarstellerin belohnt.

21:45 Sherlock – Die Hunde von Baskerville.

Für alle, die immer noch nicht mit Sherlock angefangen haben, bietet diese Folge einen hervorragenden Einstieg. Vorkenntnisse sind kaum nötig, denn Sherlock und John verlassen das gewohnte London, um das mysteriöse Auftauchen eines mörderischen Geisterhundes in Dartmoor zu untersuchen – nicht die beste Folge der Serie, aber das heißt bei diesem Niveau so gut wie gar nichts. Immer noch großartig und durchaus sehenswert.

Hauptdarsteller Benedict Cumberbatch und seine Kollegen Martin Freeman und Andrew Scott können sich zu Recht über ihre Nominierungen für den BAFTA freuen – wollen wir hoffen, dass sie bei der Verleihung, die ebenfalls heute Abend stattfindet, nicht leer ausgehen. Da ist Daumen drücken angesagt!

Morgen Abend gibt es dann das wirklich herzzerreißende Staffelfinale Der Reichenbach-Fall. Ein kleiner Warnhinweis von mir: Diese Folge hat eine ganze Generation von jungen, vornehmlich weiblichen Zuschauern vollkommen aus der Bahn geworfen. Und das spricht in diesem Fall nicht für die Labilität des Sherlock-Publikums (diese Fangirls sind Harry-Potter-erprobt und seit Dumbledores Tod mit allen Wassern gewaschen) sondern für die emotionale Schlagkraft der Episode. Es wäre leichtsinnig, diese zu unterschätzen. Ebenso leichtsinnig, wie sich am Montagabend ohne einen ausreichenden Vorrat an Schokolade und Taschentüchern vor den Fernseher zu setzen. Wer sich auf die emotionale Talfahrt einlässt wird belohnt durch eine wirklich makellose Fernsehproduktion, unglaubliche, wirklich unglaubliche Schauspielerleistungen und ein paar Musik-Momente, die mich buchstäblich vom Hocker gehauen haben. Ich lüge nicht, wenn ich behaupte: Der Reichenbach-Fall ist ganz großes Kino.

Soviel von mir. Ich wünsche noch einen schönen, hoffentlich sonnigen Pfingstsonntag… und wer am Montag immer noch behauptet, es gäbe keine Hoffnung für’s deutsche Fernsehen, dem ist leider wirklich nicht zu helfen.

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3 Kommentare zu “Programmtipp, die Zweite.

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