Fernsehen/Film/TV

Adventsstimmungsmacher.

Weil es jetzt wirklich unangenehm früh dunkel wird und ich mich plötzlich mitten in einem verschneiten Advent wiederfinde, möchte ich an dieser Stelle ein paar Empfehlungen für lange Winterabende loswerden.

Zum einen ist Anna Karenina seit Nikolaus endlich in den deutschen Kinos zu sehen und ich kann mich wirklich nur wiederholen indem ich sage: Schaut euch diesen Film an. Rein optisch wird sich in naher Zukunft kein besserer finden und außerdem hat Joe Wright es einmal mehr geschafft, ein literarisches Werk in einen Film zu übersetzen, indem er sich nicht sklavisch an die Vorlage hält, sondern stattdessen die ganze emotionale Bandbreite des Originals in Bilder zu fassen versteht. Ganz großes Kino.

Wem ein Kinobesuch im ganzen Weihnachtstrubel zu stressig ist, dem empfehle ich heimelige Weihnachtsfilme alá Tatsächlich… Liebe, was nebenbei auch noch die beste romantische Komödie ist, die ich jemals gesehen habe. Ich gucke den ja auch im Sommer, aber gerade im Advent entfaltet der Episodenfilm von Richard Curtis seine volle, herzerwärmende Wirkung.

Neulich habe ich außerdem einen sehr flach anmutenden Weihnachtsfilm namens Nativity! (zu deutsch grausamerweise Der Weihnachtsmuffel) angesehen und wurde positiv überrascht. Der Film ist zwar genauso flach, wie man es von einem Film erwartet, in dessen Zentrum ein weihnachtshassender Grundschullehrer steht, der ein Krippenspiel inszenieren soll und darüber seine Menschlichkeit entdeckt, allerdings sind alle Dialoge frei improvisiert und das verleiht dem Film eine sehr erfrischende Note. Außerdem möchte ich an dieser Stelle Martin Freemans Gesicht erwähnen, das eine tragende Rolle spielt. Auch Martin Freemans Rest ist extrem überzeugend als verklemmter Grundschullehrer, aber seine Gesichtsausdrücke sprechen Bände, was der Rest der Welt hoffentlich nächste Woche im Hobbit entdecken wird. Im zweiten Teil, der in England gerade im Kino anläuft, ist Martin Freeman nicht dabei – dafür David Tennant, der das schwere Erbe des am Ende heißgeliebten Lehrers antreten muss. Ich finde, das ist ein schlagendes Argument für eine ansonsten vollkommen sinnlose Fortsetzung.

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel muss ich ja wohl kaum empfehlen. Die tschechische Märchenverfilmung ist längst Kult, trotzdem möchte ich an dieser Stelle kurz erwähnen, dass ich die Dialoge von vorne bis hinten mitsprechen kann; das ist etwas, wo ich stolz drauf bin. Und ein erster Schnee ohne „Nikolaus! Wie kommst du denn hierher? Und wer hat dich gesattelt?“ ist einfach kein ordentlicher erster Schnee.

In diesem Sinne schwinge ich mich jetzt auf mein imaginäres Pferd, reite eine Runde durch den verschneiten Wald und summe das Aschenbrödel-Thema. Einen wunderbaren, besinnlichen zweiten Advent wünsche ich euch!

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