Berlinale

Stars und so.

Ich finde, ich habe heute ziemlich gut durchgehalten in Anbetracht der Tatsache, dass die erste Tageshälfte definitiv suboptimal verlief. Mangels vorbestellter Tickets hieß es Anstehen auf gut Glück an den unterschiedlichen Vorstellungsorten – in den meisten Fällen leider erfolglos. Besonders traurig macht mich das bei Freier Fall. Den hätte ich wirklich gerne gesehen, aber wenn man dem Verleih Glauben schenken darf, dann kommt der Film noch vor den Sommerferien in die Kinos. Auch Jin entpuppte sich leider als ausverkauft und dahin waren meine Pläne für den Tag, während es meine Kommilitonen irgendwie schafften, emsig einen Film nach dem anderen anzusehen.

Glücklicherweise gibt es für Akkreditierte die Möglichkeit, Pressescreenings zu besuchen, vorausgesetzt, dass noch Plätze frei sind. Sonst wäre ich heute irgendwann wirklich verzweifelt gewesen. Aber dann wurde ich zusammen mit einem Haufen Journalisten in einen Kinosaal gespült und sah The Necessary Death Of Charlie Countryman. Der Film sollte treffenderweise den Titel „Shia LaBeouf rennt in Zeitlupe“ tragen, vereint ganz wunderbar osteuropäische Klischees mit amerikanischem Hollywood-Kitsch und einer Prise Fight Club und Til Schweiger spielt Darko, den Besitzer einer „Tittybar“. Ich glaube, ich habe meinen Berlinale-Liebling immer noch nicht gefunden, daran ändert auch Rupert Grint nichts.

Zumal sich Rupert Grint nicht wie Anne Hathaway, Hugh Jackman und Eddie Redmayne (yeah!) mehr oder weniger zufällig am selben Ort wie ich befand, was ich ihm ein wenig übelnehme. Nicht, dass wir auf Autogrammjagd gegangen wären, das gehört sich für akkreditierte Studenten mit journalistischen und filmischen Ambitionen wohl nicht. So bleibt es unser kleines Geheimnis, dass zwei namenlos bleibende Kommilitonen und ich durchaus reflektiert und medienkritisch für eine Stunde im Schnee standen, um darauf zu warten, dass Anne Hathaway und Konsorten das Festivalzentrum wieder verlassen würden, um zur  Galapremiere von Les Misérables zu fahren. Das taten sie dann auch, duckten sich durch den Schnee und brausten stilecht in den bereitstehenden Limousinen davon. Wir machten Fotos und waren angemessen beeindruckt. Die Berlinale. Ja, die Berlinale. Wenn das kein verhexter Ort ist, dann weiß ich es auch nicht.

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